Kurz beantwortet: Weil in den meisten Betrieben niemand beantworten kann, woher die Anfragen tatsächlich kommen. Ohne diese Zahl ist jede Budgetentscheidung geraten – Geld fließt in Kanäle, die nichts bringen, während wirksame Maßnahmen unterfinanziert bleiben.
Fragen Sie sich einmal: Woher kam Ihre letzte Anfrage? Und die zehn davor? Die meisten Betriebe können das nicht beantworten – und treffen trotzdem Budgetentscheidungen.
Ohne diese Grundlage passiert regelmäßig dasselbe: Es wird dort gespart, wo es wehtut, und dort investiert, wo es sich gut anfühlt. Beides hat mit Wirkung wenig zu tun.
Ein Betrieb investiert einmalig einen größeren Betrag in eine neue Website – und danach passiert zwei Jahre nichts. Die Seite veraltet, das Unternehmensprofil verwaist, Bewertungen bleiben unbeantwortet.
Eine Website ist eine Grundlage, kein Selbstläufer. Wer die Hälfte des Budgets für laufende Sichtbarkeit einplant, erreicht mit demselben Gesamtbetrag deutlich mehr als jemand, der alles in ein einmaliges Projekt steckt.
Das zweite Muster: 200 Euro in Anzeigen investiert, zwei Wochen gewartet, keine Anfrage, Kampagne beendet. Das Ergebnis ist vorhersehbar – in dieser Zeit lernt kein System, wen es ansprechen soll.
Wer diese Lernphase nicht einplant, zahlt für die Datenerhebung, ohne je den Nutzen daraus zu ziehen. Das ist die teuerste Art, Werbung zu machen.
Als Orientierung gelten drei bis fünf Prozent vom Jahresumsatz. Bei Wachstumszielen oder akutem Personalbedarf mehr. Sinnvoller als der Prozentwert ist die Rechnung von hinten: Was ist ein neuer Kunde wert?
Ja. Sinnvoll ist, mit dem Hebel zu beginnen, der bei Ihnen am schnellsten wirkt. Das kostet oft mehr Sorgfalt als Geld.
An der Frage, woher Ihre Anfragen kommen. Wenn Sie das nicht beantworten können, ist das der erste Punkt – ohne diese Grundlage ist jede Budgetdiskussion Spekulation.
Über die Autorin: Marina Graf ist Gründerin von Count Media, der inhabergeführten Marketingagentur aus Osnabrück. Sie verantwortet Strategie, Social Media, Webseiten und KI-Optimierung.
Im Erstgespräch schauen wir auf Ihre Zahlen und sagen, wo Ihr Budget tatsächlich wirkt.

