KI-SICHTBARKEIT

Wenn ChatGPT Ihren Wettbewerber empfiehlt und Sie nicht kennt

Von Marina Graf · Count Media, Osnabrück

Kurz beantwortet: Immer mehr Menschen fragen ChatGPT, Perplexity oder Google Gemini nach einem Anbieter, und bekommen zwei, drei Namen genannt. Wer dort nicht auftaucht, verliert Anfragen, ohne es je zu erfahren: In keiner Statistik steht, dass Sie nicht empfohlen wurden. KI-Systeme empfehlen, was sie verstehen und für vertrauenswürdig halten, und das lässt sich beeinflussen.

Der Verlust, der in keiner Statistik auftaucht

Wenn ein Kunde bei Google nach Ihnen sucht und den Wettbewerber wählt, sehen Sie das zumindest indirekt: weniger Klicks, weniger Anrufe. Wenn eine KI Ihren Wettbewerber empfiehlt, sehen Sie nichts. Der Kunde hat nie eine Ergebnisliste gesehen, nie Ihre Website besucht, nie Ihren Namen gelesen. Er hat eine Antwort bekommen, und der Name darin war nicht Ihrer.

Das ist kein Zukunftsszenario. Der Anteil der Menschen, die Kauf- und Dienstleisterentscheidungen mit KI-Assistenten vorbereiten, wächst seit zwei Jahren spürbar, besonders bei jüngeren Entscheidern und bei Fragen wie „Wer macht in meiner Region …?“. Wer heute nicht in den Antworten steht, verliert einen Kanal, den er nicht einmal messen kann.

Warum die KI Ihren Wettbewerber kennt und Sie nicht

KI-Systeme erfinden keine Empfehlungen. Sie stützen sich auf das, was im Netz klar, konsistent und überprüfbar über ein Unternehmen zu finden ist: Leistungen, Ort, Zielgruppe, Bewertungen, Erwähnungen, strukturierte Daten. Ein Wettbewerber mit einer Website, die genau sagt, was er für wen wo macht, wird verstanden, und empfohlen.

Eine Website, die von „ganzheitlichen Lösungen“ spricht, ohne Ort, ohne Leistungsliste, ohne Fragen zu beantworten, bleibt für ein Sprachmodell unlesbar. Dazu kommen technische Hürden: gesperrte KI-Crawler in der robots.txt, fehlende strukturierte Daten, keine llms.txt. Vieles davon ist mit wenig Aufwand zu beheben, wenn man weiß, wo man hinschauen muss.

Was Sie jetzt in der Hand haben

Sichtbarkeit in KI-Antworten baut auf derselben Grundlage wie gute Suchmaschinenoptimierung, nur konsequenter: klare Antworten auf echte Fragen, eindeutige Angaben zu Leistungen und Region, technisch zugängliche Seiten, echte Bewertungen. Wer das sauber umsetzt, wird von Google und von KI-Systemen gleichermaßen besser verstanden.

In Gesprächen mit Unternehmern hören wir oft: „Das betrifft uns noch nicht.“ Die Gegenprobe dauert eine Minute, fragen Sie ChatGPT nach einem Anbieter Ihrer Leistung in Ihrer Stadt. Wenn drei Namen kommen und Ihrer nicht dabei ist, wissen Sie, wo Sie stehen. Was daraus folgt, hängt von Ihrer Ausgangslage und dem gebuchten Paket ab.

Worauf es ankommt

Häufige Fragen

Ja, einfach nachfragen, am besten mit mehreren Formulierungen und in ChatGPT, Perplexity und Gemini. Das Ergebnis schwankt, aber die Tendenz zeigt schnell, ob Ihr Unternehmen für die Systeme überhaupt existiert.

Nein. Es gibt keine Anzeigen, mit denen man sich in die Empfehlung setzen lässt. Was zählt, ist die Qualität und Klarheit der Informationen, die über Ihr Unternehmen im Netz zu finden sind.

Technische Grundlagen wirken innerhalb von Wochen, inhaltliche Sichtbarkeit baut sich über Monate auf. KI-Systeme aktualisieren ihr Wissen unterschiedlich schnell: Geduld gehört dazu, ein früher Start umso mehr.

Über Count Media: Wir sind die inhabergeführte Marketingagentur mit Sitz in Osnabrück, deutschlandweit tätig. Strategie, Umsetzung und Technik aus einer Hand, von Website und Social Media über Performance Marketing bis Recruiting und KI-Optimierung.

Empfiehlt die KI Ihren Wettbewerber?

Wir prüfen, wie Ihr Unternehmen in ChatGPT, Perplexity und Google heute dasteht, und was den größten Unterschied macht.

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