Marina Graf·September 2026·Werbung
Kurz beantwortet: Google erreicht Menschen, die bereits suchen, gut bei akutem Bedarf wie „Heizung reparieren“. Meta erreicht Menschen, die gerade nichts suchen, gut, um Bedarf zu wecken, etwa bei Recruiting, erklärungsbedürftigen Leistungen oder neuen Angeboten. Der Unterschied liegt nicht in der Qualität, sondern im Zeitpunkt.
Bei Google tippt jemand ein Problem ein und will es gelöst haben. Die Absicht ist da, der Wettbewerb um diesen Moment ist entsprechend teuer.
Bei Meta scrollt jemand abends durch den Feed. Kein Bedarf, keine Absicht, aber Aufmerksamkeit. Wer dort etwas zeigt, das im richtigen Moment hängen bleibt, erzeugt Nachfrage, die es vorher nicht gab.
Bei allem, wonach Menschen aktiv suchen: Reparaturen, Notdienste, konkrete Dienstleistungen mit klarem Suchbegriff. Auch bei hochpreisigen Leistungen, die jemand gezielt recherchiert.
Der Nachteil: Bei umkämpften Begriffen sind die Klickpreise hoch. Und wer schlecht vorbereitet ist, zahlt für Besucher, die sofort wieder gehen.
Bei Personalgewinnung fast immer, die interessantesten Kandidaten suchen nicht aktiv. Ebenso bei Angeboten, von denen die Zielgruppe noch nicht weiß, dass sie sie braucht.
Auch dann, wenn Sie gutes Bildmaterial haben. Meta belohnt Inhalte, die nicht nach Werbung aussehen, und bestraft austauschbare Anzeigen mit hohen Kosten.
„Welcher Kanal ist besser“ lässt sich nicht allgemein beantworten. Die bessere Frage lautet: Was soll passieren, und wo befindet sich der Mensch, der das auslöst?
Häufig ist die richtige Antwort auch: keiner von beiden. Wenn die Website keine Anfragen auslöst, verstärkt Werbung nur ein Problem, das vorher gelöst gehört.
Aus der Praxis
Wir werden regelmäßig gefragt, ob wir „Ads machen“. Unsere Rückfrage ist immer dieselbe: Was soll dabei herauskommen? In etwa jedem dritten Gespräch stellt sich heraus, dass Werbung zu diesem Zeitpunkt der falsche Schritt wäre, und die Grundlagen zuerst dran sind.
Ja, aber selten sinnvoll zum Start. Wer beide Kanäle gleichzeitig anfängt, verteilt das Budget so dünn, dass keiner die Lernphase erreicht.
Für eine belastbare Aussage empfehlen wir ein Budget, das über mindestens drei Monate läuft, die Höhe hängt von Ziel und Region ab. Dieses Budget geht direkt an die Plattform, nicht an uns.
Das hängt stark von Branche und Region ab. Im Handwerk unterscheiden sich die Kosten pro qualifizierter Anfrage je nach Branche und Ziel deutlich, bei Recruiting liegen sie oft niedriger als bei Kundenanfragen.
Über Count Media: Wir sind die inhabergeführte Marketingagentur mit Sitz in Osnabrück, deutschlandweit tätig. Strategie, Umsetzung und Technik aus einer Hand, von Website und Social Media über Performance Marketing bis Recruiting und KI-Optimierung.
Wir schauen uns Ihre Ausgangslage an und sagen ehrlich, ob Werbung jetzt der richtige Schritt ist.

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