Kurz beantwortet: Weil rund 70 Prozent der Fachkräfte gar nicht aktiv suchen. Sie sind in ungekündigter Stellung und lesen keine Stellenanzeigen, erreichbar sind sie nur dort, wo sie ohnehin sind. Wer weiter auf Anzeigen setzt, bewirbt sich bei den restlichen 30 Prozent, um die alle konkurrieren.
Eine unbesetzte Fachkraftstelle kostet je nach Branche zwischen 3.000 und 8.000 Euro pro Monat, durch abgelehnte Aufträge, Überstunden im Team und verschobene Projekte. Nach einem halben Jahr steht ein fünfstelliger Betrag im Raum, den niemand als Kostenstelle verbucht.
Dazu kommt der Effekt, den kaum jemand einrechnet: Überlastete Mitarbeiter kündigen häufiger. Aus einer offenen Stelle werden zwei.
Eine Stellenanzeige erreicht ausschließlich Menschen, die gerade suchen. Bei Fachkräften ist diese Gruppe klein, und genau um sie bewerben sich alle Betriebe der Region gleichzeitig.
Der Wechselwillige sitzt abends auf dem Sofa und scrollt. In diesem Moment entscheidet sich, ob Ihr Betrieb überhaupt in seinem Kopf existiert. Ein Inserat auf einem Jobportal erreicht ihn dort nie.
In Gesprächen zeigt sich immer dasselbe Muster: Nicht das Gehalt ist der Grund, warum jemand sich nicht bewirbt, sondern fehlende Vorstellung. Wie sieht es dort aus? Wer sind die Kollegen? Wie wird geführt?
Wenn ein Betrieb online nicht stattfindet oder nur Stockfotos zeigt, bleibt diese Vorstellung leer. Und in eine Leerstelle bewirbt sich niemand, der einen sicheren Job hat.
Viele Betriebe, die keine Bewerbungen bekommen, sind tatsächlich gute Arbeitgeber, faire Bezahlung, gutes Team, moderne Ausstattung. Nur sieht das niemand. Die Stellenanzeige steht allein, die Karriereseite fehlt oder besteht aus einem PDF, die Social-Media-Kanäle zeigen Logos statt Menschen, die Bewertungen sind drei Jahre alt. Aus Sicht eines Bewerbers, der den Betrieb nicht kennt, ist das kein attraktiver Arbeitgeber, sondern ein unbekannter.
Recruiting funktioniert nur als Gesamtbild: Die Anzeige weckt Interesse, die Karriereseite beantwortet Fragen, Social Media zeigt den Alltag, Bewertungen belegen, dass es stimmt, und gezielte Anzeigen bringen das Ganze zu Menschen, die gar nicht aktiv suchen. Fehlt ein Teil, bricht die Kette, und der Betrieb schließt auf „Fachkräftemangel“, wo es ein Sichtbarkeitsproblem ist. Was in Ihrem Fall fehlt, lässt sich mit einem Blick von außen schnell erkennen.
Besonders gut dort, wo Vertrauen und Arbeitsalltag zählen: Handwerk, Pflege, Produktion. Ob es für Ihren Betrieb passt, hängt von Region, Zielgruppe und Ihrem Material ab. Das klären wir vorab, bevor Budget fließt.
Ein Vermittler berechnet üblicherweise ein bis drei Monatsgehälter pro Vermittlung. Der Aufbau eines eigenen Kanals verursacht laufende Kosten, ist aber unabhängig von der Zahl der Einstellungen.
Bei laufenden Kampagnen meist innerhalb der ersten zwei Wochen. Ob daraus Einstellungen werden, hängt stark davon ab, wie schnell Ihr Betrieb reagiert.
Googeln Sie Ihren Betrieb wie ein Bewerber, privates Fenster, Name plus „Jobs“. Wenn dort nichts als das Impressum und eine alte Anzeige erscheint, ist die Antwort klar. Wir machen diesen Check gern gemeinsam mit Ihnen.
Lesetipp: Mitarbeitersuche ist Branchensache, lesen Sie weiter unter Marketing für Handwerksbetriebe oder Marketing für Praxen.
Über Count Media: Wir sind die inhabergeführte Marketingagentur mit Sitz in Osnabrück, deutschlandweit tätig. Strategie, Umsetzung und Technik aus einer Hand, von Website und Social Media über Performance Marketing bis Recruiting und KI-Optimierung.
Wir rechnen es mit Ihnen durch und sagen, ob und wie sich das ändern lässt.

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