RECRUITING

Keine Bewerbungen? Woran es liegt, wenn gute Betriebe leer ausgehen

Von Marina Graf · Count Media, Osnabrück

Kurz beantwortet: Weil rund 70 Prozent der Fachkräfte gar nicht aktiv suchen. Sie sind in ungekündigter Stellung und lesen keine Stellenanzeigen – erreichbar sind sie nur dort, wo sie ohnehin sind. Wer weiter auf Anzeigen setzt, bewirbt sich bei den restlichen 30 Prozent, um die alle konkurrieren.

Die teuerste Stelle ist die unbesetzte

Eine unbesetzte Fachkraftstelle kostet je nach Branche zwischen 3.000 und 8.000 Euro pro Monat – durch abgelehnte Aufträge, Überstunden im Team und verschobene Projekte. Nach einem halben Jahr steht ein fünfstelliger Betrag im Raum, den niemand als Kostenstelle verbucht.

Dazu kommt der Effekt, den kaum jemand einrechnet: Überlastete Mitarbeiter kündigen häufiger. Aus einer offenen Stelle werden zwei.

Warum Ihre Anzeige niemanden erreicht

Eine Stellenanzeige erreicht ausschließlich Menschen, die gerade suchen. Bei Fachkräften ist diese Gruppe klein – und genau um sie bewerben sich alle Betriebe der Region gleichzeitig.

Der Wechselwillige sitzt abends auf dem Sofa und scrollt. In diesem Moment entscheidet sich, ob Ihr Betrieb überhaupt in seinem Kopf existiert. Ein Inserat auf einem Jobportal erreicht ihn dort nie.

Was Bewerber wirklich abschreckt

In Gesprächen zeigt sich immer dasselbe Muster: Nicht das Gehalt ist der Grund, warum jemand sich nicht bewirbt, sondern fehlende Vorstellung. Wie sieht es dort aus? Wer sind die Kollegen? Wie wird geführt?

Wenn ein Betrieb online nicht stattfindet oder nur Stockfotos zeigt, bleibt diese Vorstellung leer. Und in eine Leerstelle bewirbt sich niemand, der einen sicheren Job hat.

Worauf es ankommt

Häufige Fragen

Besonders gut dort, wo Vertrauen und Arbeitsalltag zählen – Handwerk, Pflege, Produktion. Ob es für Ihren Betrieb passt, hängt von Region, Zielgruppe und Ihrem Material ab. Das klären wir vorab, bevor Budget fließt.

Ein Vermittler berechnet üblicherweise ein bis drei Monatsgehälter pro Vermittlung. Der Aufbau eines eigenen Kanals verursacht laufende Kosten, ist aber unabhängig von der Zahl der Einstellungen.

Bei laufenden Kampagnen meist innerhalb der ersten zwei Wochen. Ob daraus Einstellungen werden, hängt stark davon ab, wie schnell Ihr Betrieb reagiert.

Über die Autorin: Marina Graf ist Gründerin von Count Media, der inhabergeführten Marketingagentur aus Osnabrück. Sie verantwortet Strategie, Social Media, Webseiten und KI-Optimierung.

Was kostet Sie Ihre offene Stelle?

Wir rechnen es mit Ihnen durch und sagen, ob und wie sich das ändern lässt.